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TU Berlin

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KIDD – KI im Dienste der Diversität

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Menschenzentrierte Anwendungen digitaler Systeme, insbesondere künstliche Intelligenz (KI), besitzen großes Potenzial – auch für Diskriminierung: Bewusste und unbewusste Verzerrungen können in den Regeln, die man dem Algorithmus vorgibt, oder in den Daten, die man verwendet, angelegt sein (garbage in – garbage out). Um solche Verzerrungen und das damit verbundene Diskriminierungspotenzial zu vermeiden, ist es wichtig, den Design-Prozess von Anwendungen digitaler Systeme sowie den Daten-Input zu begleiten und zu kontrollieren. Das kann nur wirksam gelingen, wenn unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt werden, wenn Menschen mit diversen Hintergründen aktiv in den Design-Prozess eingebunden sind und gehört werden. An dieser Stelle setzt das Projekt „KIDD – KI im Dienste der Diversität“ an. In vier Piloten wird ein partizipativer Prozess zur Einführung von KI-Systemen und anderen Software-Anwendungen unter Berücksichtigung ethischer Aspekte und Diversität entwickelt und erprobt.

Ziel ist die Entwicklung eines standardisierten Prozesses und von Kriterien, die es einer möglichst divers zusammengesetzten Gruppe von Menschen ermöglichen, gerechte, transparente und verständliche menschenzentrierte Anwendungen digitaler Systeme, insbesondere KI, für den betrieblichen Kontext sicherzustellen. Im Zentrum des Vorhabens stehen Praxisprojekte, die von Unternehmenspartnern eingebracht werden (siehe Konsortium).

Die Partner bringen unterschiedliche Themenfelder rund um den Einsatz menschenzentrierter Anwendungen digitaler Systeme ein: von Sales Intelligence on Customers, die Bewertung von Reinigungsdienstleitungen bis hin zum Einsatz von KI in Humankapitalmanagement. Die Partner decken Fälle vom KMU bis hin zu international tätigen Großkonzernen ab.

In jedem der Praxisprojekte wird ein co-creativer Prozess, unter Einbeziehung einer möglichst vielfältigen Mischung an Mitarbeitenden und Expert*innen, bei der Einführung eines digitalen Systems erprobt werden. Auf Basis der gemachten Erfahrungen entstehen ein standardisierter „KIDD-Prozess“ sowie Qualitätskriterien, die in anderen betrieblichen Kontexten und Fragestellungen zu digitalen Systemen anwendbar sind. Die begleitende Ableitung eines Qualitätssicherungsverfahrens sorgt für nachhaltige Prozesssicherheit.

Die TU Berlin als Partner im Projektkonsortiums übernimmt in Verantwortung eines Arbeitspaketes die wissenschaftliche Begleitforschung und Koordination der externen Evaluation von KIDD.

Konsortium:

Das KIDD-Konsortium vereint 8 Unternehmen und Partnerorganisationen, die das Forschungsprojekt im Forschungszeitraum von 3 Jahren umsetzen werden. Die beteiligten Unternehmen kommen aus ganz unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen von KMUs bis hin zu international tätigen Großkonzernen und arbeiten bereits mit verschiedenen Anwendungsfeldern digitaler Systeme: 

Die Koordination liegt beim auf Kooperation spezialisierten Berliner nexus Institut für Kooperationsmanagement und Interdisziplinäre Forschung. Der gemeinnützige Verein female.vision e.V. bringt die relevanten Aspekte zu Ethik und Diversität ein und verantwortet die Bereiche Kommunikation und Nachhaltigkeit. Die TU Berlin ist federführend für die wissenschaftliche Evaluation des BMAS-Forschungsprojektes. 

Die Q_PERIOR AG als international tätige Unternehmensberatung an der Schnittstelle von IT und Business.
Die bayrische msg systems AG als führender deutscher IT-Dienstleister, der KI unter anderem für seine Data Analytics nutzt.
Die Münchner CHEMISTREE GmbH, die sich algorithmenbasiert, wissenschaftlich fundiert, präferenzbasiert und bedarfsspezifisch auf digitales Matching (bspw. die Bildung von Tandems innerhalb eines Unternehmens) im betrieblichen Umfeld spezialisiert hat
Die Wehrheimer Heraeus Medical GmbH als Teil eines weltweit führenden
Technologiekonzerns und eines der größten deutschen Familienunternehmen.
Die epsum GmbH aus Hamburg als Unternehmen, das die Gebäudereinigung digital optimiert.

Auftraggeber / Förderung:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

Ansprechpartner:

Zusatzinformationen / Extras

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